Alte Wunden
- Liv

- 20. Aug.
- 1 Min. Lesezeit
Ich hab in dir gesehen, was du nicht sehen wolltest.
Darum hast du eine dicke Mauer gebaut, mit der du solltest,
Dich schützen und kämpfen,
um deine Gefühle zu dämpfen.
Weil du soviel Schmerz in dir trägst aus alten Wunden,
die dich nicht lassen mit anderen verbunden.
So zerrissen und zerstreut scheinst du tief drin zu sein,
darum sagst du immer wieder: Hach lass mich doch allein!
Einen Riss in deiner Mauer kannst du dir nicht leisten,
weil das alles zum Wackeln bringt am meisten.
Darum glättest du gern deine Oberfläche,
ohne die es dich gar nicht mehr gäbe.
Hach, lass mich doch lieber allein!
Du willst auf lange Zeit doch sowieso nicht mit mir sein.
Dabei vergisst du zu bemerken,
dass der Schmerz schon lange die Oberfläche ankratzt.
Und das, ohne dass jemand von aussen zu werkeln,
an dir versucht hat.
Du bist der Schreiner selbst,
der fest in seiner Hand die Feile hält.
Die viel zu grob ist, um die Maske zu polieren,
aber das zuzugeben, würde bedeuten dein Ego zu verlieren.
Und so drehst du dich im Kreis,
und nervst dich darüber, was ich hier schreib.








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